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Sicherheitswarnung ·

Warnung: Aktuelle Phishing-Maschen im Namen von Banken, PayPal und AOK

Betrüger geben sich derzeit als Sparkasse, Volksbank, Comdirect, easybank, PayPal und AOK aus. Ich zeige, welche Maschen kursieren und woran Sie gefälschte Nachrichten erkennen.

In den vergangenen Tagen hat der Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW wieder eine ganze Reihe gefälschter Nachrichten gemeldet. Auffällig ist, dass sich die Betrüger vor allem als Banken und Zahlungsdienste ausgeben. Das betrifft auch Büros: Geschäftskonten, Online-Banking am Arbeitsplatz und PayPal für Zahlungen sind dort Alltag. Ich fasse die aktuellen Maschen zusammen und gebe Ihnen Hinweise, wie Sie solche Nachrichten sicher erkennen.

Was derzeit im Umlauf ist

Banken:

  • Im Namen der Sparkasse wird zu einer angeblich nötigen Aktualisierung Ihrer Daten aufgefordert. Eine zweite Variante lockt mit einer vermeintlichen Rückerstattung.
  • Absender Volksbank: Einmal soll ein angebliches Web-Sicherheitssystem aktiviert werden, ein anderes Mal wird eine ausstehende Bestätigung behauptet.
  • Bei der Comdirect heißt es, die photoTAN-App laufe angeblich ab.
  • Im Namen der easybank sollen persönliche Daten bestätigt werden.

Zahlungsdienst PayPal:

  • Eine Nachricht verlangt eine angebliche Sicherheitsüberprüfung.
  • Eine andere droht damit, das Konto zu löschen.

Krankenkasse:

  • Im Namen der AOK wird eine vermeintliche Rückerstattung angekündigt. Das kann Mitarbeiter ebenso betreffen wie Arbeitgeber, die regelmäßig mit Krankenkassen korrespondieren.

Das Muster dahinter

Alle Maschen funktionieren nach demselben Prinzip: Sie sollen auf einen Link klicken und auf einer nachgebauten Seite Zugangsdaten, TAN oder persönliche Angaben eingeben. Mal wird Druck aufgebaut (Konto wird gelöscht, App läuft ab, Bestätigung fehlt), mal wird Geld in Aussicht gestellt (Rückerstattung). Beides soll Sie dazu bringen, schnell zu handeln, statt in Ruhe zu prüfen.

Woran Sie gefälschte Nachrichten erkennen

  • Zeitdruck oder Drohung: Echte Banken setzen Ihnen keine knappen Fristen per E-Mail oder SMS, um Ihr Konto zu retten.
  • Unerwartetes Geld: Rückerstattungen, von denen Sie nichts wissen, sind ein klassischer Köder.
  • Link zur Anmeldung: Banken und PayPal fordern Sie nicht per Nachricht auf, sich über einen Link anzumelden oder Daten zu bestätigen.
  • Absender und Linkziel: Prüfen Sie die tatsächliche Absenderadresse und fahren Sie mit der Maus über den Link, ohne zu klicken. Passt die Adresse nicht zur echten Seite, ist Vorsicht geboten.
  • Allgemeine Anrede: Fehlt Ihr Name oder wirkt der Text holprig, ist das ein weiteres Warnsignal, aber kein verlässliches Gegenzeichen. Auch gut gemachte Fälschungen kommen vor.

Meine Empfehlungen

  1. Klicken Sie in solchen Nachrichten auf keinen Link und öffnen Sie keine Anhänge.
  2. Rufen Sie die Seite Ihrer Bank oder von PayPal immer selbst auf, über ein Lesezeichen oder die offizielle App. Gibt es wirklich etwas zu erledigen, sehen Sie es dort.
  3. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie Ihre Bank unter der Ihnen bekannten Nummer an, nicht unter einer Nummer aus der Nachricht.
  4. Geben Sie TANs niemals ein, um etwas zu „bestätigen“ oder zu „aktivieren“. Eine TAN dient zur Freigabe eines konkreten Auftrags.
  5. Sprechen Sie im Team über diese Maschen. Gerade wer Bankgeschäfte für das Büro erledigt, sollte die aktuellen Beispiele kennen.

Falls Sie bereits Daten eingegeben haben

Lassen Sie das betroffene Konto sofort bei Ihrer Bank oder bei PayPal sperren, ändern Sie das Passwort über den offiziellen Weg und prüfen Sie Ihre letzten Umsätze. Ist das an einem Büro-Rechner passiert, informieren Sie umgehend Ihre IT-Betreuung oder nutzen Sie unsere Notfall-Seite.

Quelle: Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW

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